Hauptversammlung der Feuerwehr Penzing

„Die Versicherung unserer Bürger“

Kreisbrandinspektor Georg Wimmer (links), Kreisbrandmeister Hermann Kratz (rechts), Bürgermeister Josef Huber (Zweiter von rechts) und Vorsitzender Martin Stöttner (Mitte) mit den seit 40 Jahren aktiven Feuerwehrlern.

71 aktive Mitglieder, davon vier Anwärter, umfasste die Feuerwehr Penzing zum Stichtag. Was diese Mannschaft im letzten Jahr geleistet hat, berichteten Vorstand Martin Stöttner und Kommandant Ludwig Egger zu Beginn der Versammlung im Penzinger Feuerwehrhaus. Neben zwei Hochzeiten und dem Geburtstag des Bürgermeisters standen im Vereinsjahr 2016 unter anderem ein Besuch des Jubiläums der Wasserburger Kollegen und das Schießen des Feuerwehrpokals auf dem Programm.

Seit Kurzem ist die Penzinger Feuerwehr auch mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Dort findet man neben allgemeinen Informationen über Feuerwehr, Gerätehaus und Ausstattung auch eine Auflistung der Einsätze sowie einen genauen Termin- und Übungsplan. „Wirklich super gemacht“, lobte Vorstand Martin Stöttner.

Auch Kommandant Ludwig Egger zeigte sich mit den Feuerwehrmännern – auf ein weibliches Mitglied warten die Penzinger noch – zufrieden. 16 Übungen habe man im letzten Jahr abgehalten, so Egger, davon zwei Atemschutzübungen. Diese seien auch gut angenommen worden. Ein einziger kleiner Kritikpunkt: Das „Sommerloch“ bei den Übungsbesuchen in der Mitte des Jahres.

16-mal war die Feuerwehr im Einsatz: Brandmeldealarme, Verkehrsunfälle, Ölspuren, wassergeflutete Keller, Parkplatzeinweisen – überall waren die Penzinger zur Stelle. Man habe auch „ein paar schwere Einsätze gehabt“, so der Kommandant. Besonders in Erinnerung bleiben 2016 wohl die schweren Verkehrsunfälle auf der B304.

Dass die Penzinger Feuerwehr immer öfter zu Verkehrsunfällen gerufen werde, liege wohl an der Nähe zu dieser Bundesstraße, so der Babenshamer Bürgermeister, Josef Huber. Er betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit des Eigenschutzes. Wenn jemand Probleme habe, das Gesehene zu verarbeiten, sei es entscheidend, darüber zu sprechen, so Huber: „So Buidl, die bleiben teilweise ganz schee lang hänga.“ Er wies darauf hin, dass das Geld, das die Gemeinde zur Instandhaltung der Feuerwehren ausgebe, gerechtfertigt und „gut investiert“ sei. Die Feuerwehr sei schließlich mehr, als nur ein Verein, so der Bürgermeister: „Die Feuerwehr ist die Versicherung unserer Bürger.“

Dass die Bewältigung von schweren Erlebnissen durch gute Zusammenarbeit unterstützt wird, zeigte Kreisbrandinspektor Georg Wimmer in seiner Ansprache. Er nannte als Beispiel das Zugunglück in Bad Aibling. Man habe erreicht, dass kaum einer der Helfer zum jetzigen Zeitpunkt noch eine professionelle Behandlung brauche. „Eine Sache, die nur zu schaffen ist, wenn alle zusammenhelfen.“ Das Unglück habe gezeigt, dass die Feuerwehren „landkreisweit sehr gut aufgestellt sind.“

Im Anschluss informierte er über wichtige Themen der Feuerwehr im Landkreis Rosenheim und sprach über Atemschutz, das Dienstalter, Rauchwarnmelderpflicht, Inklusion und die aufgeschobene Novellierung des bayerischen Feuerwehrgesetzes.

Weitere Neuheiten im Rahmen der Penzinger Feuerwehr hatte zuvor Ludwig Egger vorgestellt: Babensham hat eine Atemschutzwerkstatt eingerichtet. Für die Feuerwehr Penzing bedeutet das: Die Atemschutzmasken müssen zur Reinigung und Reparatur nicht mehr den langen Weg bis nach Amerang gefahren werden. Der Digitalfunk wird in Penzing ebenso verwendet wie bei den anderen Feuerwehren im Landkreis.

Auch in der Kasse scheint alles in bester Ordnung zu sein. Kleinere Ausgaben standen im Jahr 2016 unter anderem für Geschenke anlässlich verschiedener Feierlichkeiten, Werbung, Getränke und Verpflegung an. Einnahmen erzielte man vor allem durch den Jahresbeitrag, Spenden und das Gartenfest. Die Penzinger gehen mit einem Plus ins neue Vereinsjahr, die Kassenprüfer hatten nichts zu bemängeln und die Vorstandschaft konnte einstimmig entlastet werden.

Als letzter Punkt standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Werner Frank, Johann Krug und Hubert Mayr wurden für 25-jähriges Engagement bei der Feuerwehr ausgezeichnet. Für 40 Jahre Dienst wurden Georg Aimer Korbinian Göttsberger, Ludwig Göttsberger, Johann Meinl, Peter Meinl und Ludwig Egger geehrt. Sie alle erhielten einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim. Der Bürgermeister lieferte die Kirsche auf dem Sahnehäubchen: „Die Kosten für den Aufenthalt der Partnerin übernimmt die Gemeinde.“

Quelle: Oberbayerisches Volksblatt GmbH & Co. Medienhaus KG

Link zum Aritkel Homepage OVB-Online

Advertisements